ODB, Österreichische Orgeldatenbank Karl Schütz



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Computergestützte Orgeldokumentation in Österreich

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Computergestützte Orgeldokumentation in Österreich


in Auszügen und verändert aus:

Karl Schütz: Bericht über die Orgeldokumentation in Österreich
Materialien zur Orgelbaugeschichte Folge 5, Berlin 1989


In Österreich wurde in der Vergangenheit bereits öfter versucht, eine Orgeldokumentation aufzubauen.
Grundsätzlich ist dabei zwischen einer datenbankbezogenen und einer textbezogenen Dokumentation zu unterscheiden.

Repräsentativstes Beispiel ist das berühmte Buch von Oskar EBERSTALLER, Orgeln und Orgelbauer in Österreich (Manuskript 1929, hrsg. Graz-Köln 1955). Eberstaller beschreibt die wichtigsten Orgeln und würdigt deren Erbauer. Im Anhang bietet er ein "Verzeichnis der Orgeln Österreichs" alphabetisch nach Ortsnamen geordnet. In dieser "Datei" sind Bundesland, Stimmenzahl, Manualzahl, Erbauungsjahr, Erbauer des Werkes und Anmerkungen enthalten

Vielfach wurde Eberstaller der Vorwurf gemacht, dass dieses Verzeichnis zu lückenhaft und zu fehlerhaft sei. Man muss aber bedenken, dass dieses Verzeichnis nicht durch Forschungen am Ort sondern auf Grund einer Briefumfrage entstanden ist. Damit war ein hoher Fehlerquotient einprogrammiert. Wenn beispielsweise das Erbauungsdatum um einige Jahre differiert, ist dies meist auf die Verschiedenheit der Daten von Kostenvoranschlag, Vertragsabschluß, Weihe und letzte Zahlung zurückzuführen. Das Verzeichnis spiegelt den Wissensstand von 1929 wider. Bei der Herausgabe 1955 wurden nur kleine Korrekturen (und die meist im Textteil) angebracht.

Die zweite Orgeldokumentation in Österreich begann Pater LAURENTIUS HORA OSB. aus dem Stift Seckau (Steiermark) . Bereits in jungen Jahren fuhr er mit dem Fahrrad von Ort zu Ort, besichtigte die Orgeln und legte darüber ein Verzeichnis mit den wichtigsten Daten sowie eine Dispositionssammlung an. Nach dem Tode wurde das Stift überredet, eine Einsicht in die Sammlung nur an Ort und Stelle zu gestatten, was einigermaßen schwierig ist, da Seckau etwa zwei Autostunden von Wien entfernt liegt. Dorthin zu reisen, um festzustellen, ob Pater Laurentius von einer bestimmten Orgel eine Disposition aufgenommen hat (was im Hinblick auf spätere Umbauten an sich sehr wertvoll wäre), versagt man sich angesichts des unter Umständen unnützen Zeit- und Kostenaufwands. Glücklicherweise hat der dritte "Dokumentator", HANS HEILING , die wichtigsten Dispositionen abgeschrieben, ansonsten sind heute auch punktuelle Forschungen am Instrument und im jeweiligen Ortsarchiv ergebnisreicher.

Der genannte Hans HEILING begann vor Jahrzehnten jede freie Minute für Besichtigungen von Orgeln zu opfern. Er notierte Angaben zu Gehäuse, die Registerzugbeschriftung und die daraus resultierende Disposition. An sich hat er fast alle Orgeln in Österreich auf diese Art und Weise erfaßt. Die Sammlung stellte er auch uneigennützig mir sowie dem Bundesdenkmalamt zur Verfügung.

Leider hat Heiling bei den Registerbezeichnungen Normalisierungen vorgenommen (z.B. "Copl" zu "Copula"), Rechtschreibfehler korrigiert oder auch scheinbare Fehler korrigiert (ein tatsächlich im Prospekt befindliches "Salicional " ist z.B. von ihm umbenannt zu "Principal", für ihn war die Tatsache eines Salicionals im Prospekt unvorstellbar).

Als der Autor 1964 eine organologische Dissertation fertiggestellt hatte, wurde er beauftragt, eine zweite Auflage "des Eberstallers" vorzubereiten und die Fehler zu korrigieren. Bald erkannte er die Aussichtslosigkeit des Versuchs: Eberstaller ist ein Begriff, das Buch könnte man nur als Reprint wiederauflegen. Für die gestiegenen Qualitätsansprüche musste von vorne begonnen werden.

Auf Grund dieser Erkenntnis begann der Autor seine Dokumentationstätigkeit und zwar zunächst mit einer systematischen Erfassung aller publizierten Daten: auf handschriftlicher Text- bzw. Karteibasis (getrennt nach Bundesländern und alphabetisch nach Ortsnamen geordnet) Da jeweils die Quelle angegeben ist, fügte bald auch Hans Heiling seine Daten hinzu. Sie stellen auch heute noch einen der wichtigsten Bestandteile der Kartei dar. Mit Hilfe dieser Kartei sollte dann in einem zweiten Arbeitsgang eine Personalkartei der Orgelbauer entstehen.

Zu einer Publizierung dieser Ortskartei und damit der Orts-Orgelbaugeschichte kam es nicht. Die teilweise Unzuverläßlichkeit der Heiling'schen Daten, später auch die Fülle immer wieder neu hinzukommender Publikationen über Orgelbauten in Österreich ließen es ratsam erscheinen, eine Druckfassung noch nicht zu erstellen. Dies war aus heutiger Sicht ein Fehler, da zumindest gegenüber Eberstallers Daten von 1929 eine neue Cäsur, ein neuer Ausgangspunkt geschaffen worden wäre.

Mittlerweile hat sich aber die Zeit und unsere Umwelt stark geändert. Mehrfach wurde versucht, Orgeldatenbanken anzulegen.

 

Private Datensammlungen und ihre Dokumentation


Bis zum Jahre 1985 ist das Bundesland Vorarlberg umfassend dokumentiert, in Form von Hans NADLERs vierbändigem Werk " Orgelbau in Vorarlberg und Liechtenstein" (Dornbirn 1985). Es birgt einen ungeheuren und weitgehend vollständigen Bestand an Daten. Die Publikation stellt das wichtigste Nachschlagewerk über den Orgelbau dieser Landschaft dar.

Michael SUPPAN übertrug die Daten der Zettelkartei der Orgelbaufirma Johann Marcellinus KAUFFMANN mit BASIC auf einen Commodore C 64. So einfach die Konfiguration wirkte (er musste kleine Datenblöcke aneinanderreihen), kann er dennoch beispielsweise, Registerzusammenstellungen abrufen. Diese Datei liegt nun auch in einer Windows-Version vor.

Peter KAINRATH war Computerspezialist der Firma Philips. Er zog sich in den bekannten Wallfahrtsort Maria Taferl (NA) in der Nähe von Melk zurück und wirkt dort als Organist und Kanzleibeamter. Kainrath benutzte für eine ansehnliche private Orgelbesichtigungsdatei zunächst das Textsystem Philips P 5040.

Die Orgelreferenten von Diözesen Osterreichs bauten in den letzten Jahren auf diözesaner Ebene EDV-unterstützte Dokumentation für ihre Orgelaktivitäten auf. Hier wäre noch ein Wunschziel allgemeine Kompatibilität und Zusammenführung zu einer zentralen Österreichischen Orgeldatenbank (dies konnte durch das Organologische Institut der Wiener Musikhochschule bisher nicht erreicht werden)

Orgel-Daten-Sammlung und Dokumentation

am Institut für Organologische Forschung und Dokumentation der Wiener Hochschule (Universität) für Musik und darstellende Kunst:

1971 wurde an der Wiener Hochschule für Musik und darstellende Kunst das Institut für Organologische Forschung und Dokumentation gegründet. Da die Grundlagenforschungs- und Dokumentationstätigkeit des Autors genau den Zielen des Instituts entsprach, wurde er p.d. 1. Oktober 1972 an das Institut als einziger hauptamtlicher Mitarbeiter berufen und konnte dort neben dem Aufbau der Lehrtätigkeit seine Datensammlung fortsetzen. Die Flut an Informationen, die dann während der folgenden Jahre hereinbrach, konnte und kann eigentlich nur mehr mit größerem technischen und personellem Aufwand bewältigt werden.

Die zur Datensammlung parallel einsetzende technische Entwicklung ist in der Rückschau faszinierend. Rund alle drei Jahre musste oder sollte das technische Equipment erneuert werden, es war ein Weg vom handgeschriebenen Zettelkatalog zur computergestützten Datenverwaltung (immer parallel im Institut und privat).

Die erste Computerstufe war ein Amstrad-PCW Joyce Plus 8512 mit 512 kB Ram und zwei Laufwerken (36o kB bzw 72o kB); Betriebssystem CP/M.) Als Textverarbeitungssoftware kam das einfachen "Locoscript", später ein in England entwickeltes legendäres System: "Prowort" zur Verwendung. Der Ausdruck erfolgte dann entweder über den zur Konfiguration gehörenden 9-Nadel-Matrixdrucker oder den Typenraddrucker Brother HR-15. Als Datensystem wurde dBASE II verwendet. Der PCW eignete sich ganz vorzüglich für die Textverarbeitung, brachte auch für die Datenverarbeitung erstaunliche Möglichkeiten mit, leider waren aber sehr schnell die Grenzen für den Aufbau einer professionellen Datenbank erreicht.

Die nächste Stufe war ein Tandon-Computer mit dem ersten DOS-Betriebssystem. Er besaß Wechselplatten mit der erstaunlichen Speichergröße von 40 Mb (!). Doch bald schon begann sich die Technikspirale zu drehen, immer neue Versionen von WordPerfect und dBase erweckten immerzu Erneuerungswünsche, Windows, Word, Excell, Foxpro, erforderten Lern- und Umstellungprozesse. Und dann kam - welch Wunder - der erste Pentium, ein "90er" mit einer Harddisk von 1 GByte war der nächste große Besitzerstolz - war das nicht erst vorgestern? All diese Entwicklung wurde von Beginn an wurde im Institut durch die Institutssekretärin Andrea Jäger-Palecek mitbegleitet.
Fortgeführt wurde diese Dokumentation (als Frau Palecek in den Halbtagsdienst wechselte ) zusammen mit Christa Perschy und es ist angesichts der noch aufzuarbeitenden Datenfülle kein Ende abzusehen. Professoren, die an Instituten Computer einsetzten, waren allein auf sich angewiesene Pioniere. Mittlerweile besitzt die Musikuniversität einen eigenen hochprofessionellen Zentralen Informatikdienst (ZID ) mit fünf Spezialisten.

 

An der Musikuniversität gingen und gehen große Veränderungen vor sich, das Organologische Institut wurde im Zuge der Umformung der Hochschule zur Universität per Datum 25. März 2002 in das Großinstitut für Orgel, Orgelforschung und Kirchenmusik integriert - die Orgelforschung wird dort in einer eigenen Abteilung für Orgelforschung fortgesetzt werden.
Auch personelle Veränderungen werden eine Erneuerungsphase und eine neue Schwerpunktsetzung mit sich bringen. Nach der Pensionierung des langjährigen hauptamtlichen Mitarbeiters des organologischen Instituts - des Autors - wurde per Datum 1. März 2003 Mag.Dr. Wolfgang Kreuzhuber zum Nachfolger bestimmt. Er wird die aufgearbeiteten und noch zu ergänzenden Daten in eine moderne Hochleistungsdatenbank vom System Filemaker überführen. Mag.Dr. Kreuzhuber wird auf dieser Homepage ODB.AT über die Forschungen der Abteilung berichten (s. Startseite der Homepage).

 

ÖSTERREICHISCHE
ORGELDATENBANK
DATENDOKUMENTATION KARL SCHÜTZ

Prof.Mag. Dr. Karl Schütz hat seit 1967 Orgeldaten aus Österreich gesammelt. Diese "Österreichische Orgeldatenbank Karl Schütz" besteht aus zwei Arten von Orgel-Datensammlungen, aus einer umfangreichen, nicht öffentlich zugänglichen Textversion und einer Datenbank in dBase-Form.

 

Die
word-processed Datendokumentation

 

besteht aus mehreren Tausend Seiten. Sie wurde von Beginn an für eine Drucklegung in Buchform konzipiert. Für Interessenten stehen unter Wahrung des Copyright informelle Auszüge per e-mail (schuetz@odb.at) zur Verfügung.

Die
dBASE-processed Datendokumentation

 enthält alle Daten Oskar Eberstallers samt den Korrekturen durch Hans Heiling. Darin sind die wichtigsten historischen Daten erfaßt. Diese Daten sind Grundlage des European Organ Index , der mit EU-Hilfe von fünf internationalen Körperschaften begründet wurde:

 

NPOR (The National Pipe Organ Register) and The University of Reading , The Lady Susi JeansCentre for Organ Historiography , UK

The University Library Utrecht for The Dutch Organ Archive , The Netherlands
A&C2000 , Roma for Organum, Italy

GOArt , The Göteborg Organ Art Center at Göteborg University, Sweden

The University of Music and Performing Arts in Vienna, Austria


IM EOI können Sie sich über Orgeln aus fünf europäischen Ländern informieren.

Die vom Autor dem European Organ Index hinzugefügten österreichischen Daten enthalten die Grundinformation über Erbauer, Jahr der Errichtung, Manualzahl, Registerzahl und Traktursystem.

http://organ.library.uu.nl/eoi/

Für Interessenten stehen unter Wahrung des Copyright auch hier weitere Informationen per e-mail (s.d.) zur Verfügung.

kschuetz@gmx.at

Nach Übereinkunft mit Dr. Kreuzhuber wurden die dBase-Daten in das Filemaker-System der Abteilung für Orgelforschung an der Wiener Musikuniversität integriert, ebenso werden die word-processed Daten in das System aufgenommen und auf diese Weise weiter betreut werden. Zu einem späteren Zeitpunkt ist geplant, die gemeinsame Datenbank auf dieser Homepage teilweise öffentlich zugänglich zu machen.

 

ÜBERSICHT
DER WICHTIGSTEN HISTORISCHEN UND ZEITGENÖSSISCHEN
ORGELN IN ÖSTERREICH
(WELCHE ORGELN SOLLTE MAN BEI EINEM ÖSTERREICHURLAUB KENNENLERNEN WOLLEN?)

Aus: "Orgelübersicht" (Österreichs bedeutendste historische und moderne Orgeln) in: Musikhandbuch für Österreich, hrsg. Harald Goertz Wien-München (Doblinger) 1983

http://www.music.at/oegm/handbuch/index.html

 

Über Österreichs Orgeln gibt es eine umfangreiche Literatur in Form von Büchern und Aufsätzen. Darin sind wertvolle Hinweise enthalten, informieren Sie sich:

PUBIKATIONEN ÜBER DEN ÖSTERREICHISCHEN ORGELBAU
Allgemein
Länderübersicht

Das Kapitel INFORMATION
will über wichtige allgemeine und österreichische Themen informieren:
Denkmalschutz
Bundesdenkmalamtsspenden (Wollen Sie weniger Steuer zahlen?)
Österreichische Orgelvereine
(Das österreichische Orgelforum, Prinzipal, Salzburger Orgelfreunde)
Veranstaltungen / Aktivitäten
Wie eine Metallpfeife entsteht


Die
ORGELWELT IM INTERNET
bietet viele schöne Websites.
Dort können Sie sich über alle Facetten des Themas Orgel informieren.
Besuchen Sie das Kapitel
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